Benoît Peeters Derrida

Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung, 12. März 2013
»Fürs Verständnis der Figur [Derridas] wie auch der letzten Blütezeit französischer Gegenwartsphilosophie ist dieses Buch fortan unverzichtbar, und im Übersetzer hat es den am besten ausgewiesenen Kenner des Fachs gefunden.«

 

Denis Hollier (Hg.) Das Collège de Sociologie 1937-1939

Stefan Dornuf, Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2013
»Diese dicke Sammelband ist ein schier unerschöpfliches Bergwerk voller Anregungen zum selbständigen Weiterdenken, glänzend übersetzt (nur einmal schießt Horst Brühmann über Ziel hinaus, wenn er ›mythomane‹ als ›Lügensüchtiger‹ übersetzt) und von Irene Albers und Stephan Moebius vorzüglich ediert.«

 

Daniel Heller-Roazen Der innere Sinn

Gisela von Wysocki, Die Zeit, 20. September 2012
zeit.de/2012/39/Daniel-Heller-Roazen-Der-innere Sinn

 

Roland Barthes Mythen des Alltags

Peter Geimer, Literaturen, Heft 3, 2010
»1964 erschien die deutsche Übersetzung der Mythologies. Was der Verlag damals als ›Auswahl‹ aus dem französischen Original bezeichnete, war allerdings die Unterschlagung von zwei Dritteln der Texte. Bei den ausgelassenen Essays, so die damalige Begründung, handele es sich ›um einige kürzere Texte, deren Thematik und Bedeutung einem mit den Verhältnissen in Frankreich wenig vertrauten Leser nur unzureichend sich erschlossen hätten‹. Glücklicherweise hat der Verlag diese Fürsorge jetzt aufgegeben.«

Jochen Schimmang, Frankfurter Allgemeine, 25. September 2010
… fragt sich, ob man eventuelle Verständnisschwierigkeiten nicht auch 1964 schon durch erläuternde Anmerkungen des Übersetzers hätte überwinden können, »wie sie für die jetzige Ausgabe der versierte Barthes-Übersetzer (und -Interpret) Horst Brühmann geliefert hat«.

Martin Endres, Titel-Magazin, 20. Dezember 2010
»Der Gewinn der nun endlich vollständigen Ausgabe der Mythen des Alltags wird schon allein numerisch deutlich: Gegenüber der deutschen Erstpublikation von 1964 zählt die neue, hervorragende Übersetzung von Horst Brühmann 34 (!) Texte, die bislang nur in der französischen Originalausgabe zu lesen waren.«

 

Jean-Michel Palmier Walter Benjamin

Thomas Meyer, Süddeutsche Zeitung, 17. Dezember 2009
»Die Interpretation nahezu sämtlicher Texte, die den von innen aufgerufenen Zusammenhängen nachgeht und all dem gegenüber eine eigenständige Position einnimmt, darin schien ein größenwahnsinniges Motiv zu stecken. Doch Palmier nahm sich durchgehend erfolgreich der Aufgabe an. In der herausragenden Übersetzung von Horst Brühmann, der die Tugend der Klarheit hier zum wiederholten Male zu seinem Maßstab gemacht hat, erhält der deutsche Leser jetzt gleichwohl ein gigantisches Gedankenmassiv, dessen Besteigung und Durchwandern ein intellektuelles Vergnügen bereitet.«

 

Ali Magoudi Mitterrand auf der Couch

Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, 12. Dezember 2007
»Es ist eines der ungewöhnlichsten und faszinierendsten Bücher, die in diesem Jahr in Deutschland erschienen sind. Dank der überragend guten Übersetzung von Horst Brühmann liest es sich, als wäre es von einem bedeutenden deutschen Romancier verfasst worden, der sich spaßeshalber in den Jargon von Psychoanalytikern eingearbeitet hat.«

 

Dominique Bourel Moses Mendelssohn

Christoph Schulte, Süddeutsche Zeitung, 9. September 2007
»Nun hat […] der Zürcher Ammann Verlag das Wagnis unternommen, mit dieser 800 Seiten starken Gelehrten-Biographie in der ebenso flüssigen wie akribischen Übersetzung Horst Brühmanns dem deutschen Publikum den glücklichen preußischen Juden Moses Mendelssohn zurückzugeben. Denn Bourels Mendelssohn-Biogaphie hat hinsichtlich ihres Umfangs, aber auch ihrer Gelehrsamkeit in deutscher Sprache nicht ihresgleichen.«

Stefana Sabin, Neue Zürcher Zeitung, 17. Oktober 2007
»Bourel geht eher deskriptiv als analytisch vor, und er ist weniger um eine neue Sicht bemüht als um eine allumfassende Darstellung von Mendelssohn als Leibnizianer, als reformatorischer jüdischer Denker und als moderner deutscher Philosoph. Aber die Fülle an Zitaten, Belegen und Verweisen lässt die Umrisse Mendelssohns immer wieder verschwinden, und die Redundanz der rhetorischen Bilder trübt die Transparenz der Darstellung – das umso mehr, als die Übersetzung ungelenk, ungenau und manchmal falsch ist.«

Thomas Mayer, Jüdische Allgemeine Zeitung, Literaturbeilage Winter 2007
»Der Zürcher Ammann Verlag macht zusammen mit dem souveränen Übersetzer und Vermittler französischen Denkens, Horst Brühmann, eine sehr gut lesbare, Mendelssohn historisch und ideengeschichtlich klug einordnende Lebens- und Werkbeschreibung auf Deutsch zugänglich, die sich souverän auf dem neuesten Stand der Forschung befindet.«

 

Pearl King, Riccardo Steiner (Hg.) Die Freud/Klein-Kontroverse

Andrea Huppke, Luzifer/Amor. Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse,
Heft 53, 2014

»Die Freud/Klein-Kontroversen […] sind ein archivarischer Schatz und ein schier unerschöpflicher Steinbruch psychoanalytischer Grundsatzfragen. Die bewundernswerte Übersetzung von Horst Brühmann hat zu ihrer Verbreitung beigetragen.«

Hans-Dieter Gondek, Neue Zürcher Zeitung, 3. Januar 2002
»Die neun Jahre nach ihrer Originalveröffentlichung in der äusserst sachkundigen und genauen Übersetzung von Horst Brühmann ins Deutsche gebrachten ›Freud-Klein-Kontroversen‹ (lediglich die Texte von Melanie Klein sind der von Elisabeth Vorspohl übersetzten Gesamtausgabe entnommen) sind mehr als nur historisch interessant. Denn sie zeigen nicht nur die Psychoanalyse bei einer Weichenstellung, bei der das Verhältnis von Theorie und Praxis auf dem Spiel steht, sondern sie legen auch weitergehende Implikationen offen, in denen es um die Erkennbarkeit des Psychischen überhaupt geht.«

 

Michel Serres (Hg.) Elemente einer Geschichte der Wissenschaften

Gustav Rossler, Basler Zeitung, 8. Juli 1995
»Trotz des chronologischen Aufbaus finden wir keine Treppenleiter der ›Entdeckungen‹ und Fortschritte der wissenschaftlichen Erkenntnis, auf der die Menschheit immer höher geklettert wäre. Die Kapitel werden als ›Verzweigungen‹ bezeichnet (es hätte auch anders kommen können). […] Auf einer Doppelseite des Buches gibt es verschiedene Abbildungen, die ein anderes Bild der Geschichte zeigen: Straßennetz, Neuronennetz, Strom mit veränderlichem Flussbett, Autobahnknoten, Schaltkreis. Das Buch selbst ist allerdings weder als Flaschenpost noch auf einem Chip oder in elektronischer Form erschienen, sondern klassisch gebunden, sogar hyperklassisch: dick, 1080 Seiten, Dünndruck, geradezu verschwenderisch mit Abbildungen, Skizzen, Schemata ausgestattet, gut geschrieben (sprich: gut übersetzt), aber extrem teuer, daher eher für Bildungsbürger, Bibliotheken und Fotokopierer geeignet.«

 

Karl Pribram Geschichte des ökonomischen Denkens

Hans D. Barbier, Frankfurter Allgemeine, 29. September 1992
… betrachtet Schumpeters History of Economic Analysis als die Elle, an der sich jede wirtschaftswissenschaftliche Dogmengeschichte messen lassen muß. Pribram »braucht den Vergleich nicht zu scheuen. Nun hat Suhrkamp eine von Horst Brühmann vorzüglich übersetzte deutsche Fassung vorgelegt.«

Marco Montani Adams, Das Historisch-Politische Buch, Bd. 41, 1993, Heft 1/2
»Ein jeder, der sich im besten Sinne des Wortes ›gelehrt‹ über die Entwicklung der mittelalterlichen ökonomischen Theorien zu einer immer spezialisierter werdenden Wirtschaftswissenschaft […] zuverlässig informieren will, garantiert ohne höhere Mathematik und in einer wirklich gehaltvollen Sprache (dem Übersetzer ein großes Lob!), der sollte […] nicht allzu lange zögern, sich dieses ›opus magnum‹ anzuschaffen.«